Murten-Triathlon 20. Juni 2010
Urs Walter

Am Vortag sassen aus den Reihen des TRISTAR René Quendt und Urs Walter im Auto, welches nicht nur das eigentliche Triathlon-Zubehör nach Murten beförderte, sondern vor allem auch viele warme Kleider. Schlechtes Wetter war angekündigt, und schon am Samstag goss es dermassen auf der Autobahn, dass die Scheibenwischer Schwerstarbeit verrichten mussten.
Nachdem das empfehlenswerte, sehr nah an der Wechselzone gelegene Hotel Schiff gefunden wurde, ging es auf einen kleinen kulturellen Rundgang durch das wunderschöne historische Städtchen, das mit imposanten Ringmauern aufwarten kann, von denen man einen herrlichen Blick auf unzählige Dächer sowie den malerischen Murtensee hat. Danach aber war wieder Konzentration gefragt, galt es doch, die notwendigen Startunterlagen zu besorgen im Festzelt. Dort wurden wir zufällig Zeuge von einer kleinen Diskussion zwischen dem Präsidenten des Anlasses und einer Handvoll Sportlern: aus reglementarischen Gründen würde das Schwimmen entweder stark gekürzt oder ganz ausfallen. Zum ersten Mal in meiner über 15 jährigen Karriere hörte ich, dass es dabei nicht allein auf die Wassertemperatur ankam, sondern vielmehr auf das Verhältnis zwischen Wasser- und Lufttemperatur. Für den Sonntag waren ca. 10 Grad Lufttemperatur angekündigt für den Morgen…
Am Sonntagmorgen wussten wir, kaum in der Wechselzone angekommen, was Sache ist: Start um 30 min verschoben und alle Disziplinen stark gekürzt. So waren die Abschnitte nicht mehr doppelt olympisch gemäss Programm, sondern 0, 75-60-15. Nun gut, dachten wir, zum Glück findet das Schwimmen überhaupt statt, immerhin sollte der Triathlon für René und mich ja ein Test sein für den Hauptwettkampf im fränkischen Roth.
Um 08:15 ging es dann endlich los, und die 15 Grad des Wassers fühlten sich gar nicht so kalt an, zumal es auch nicht regnete. Nach rund einer Viertelstunde sassen wir auf dem Rad und spulten die drei Runden ab. Der kurze knackige Anstieg vom See aus war nicht das Problem, vielmehr der böige Wind, der immer mehr zunahm. Aber in Ordnung, dachte ich, solange es windet, kommt kein Niederschlag. So war es abgesehen von einer kurzen Dusche auch, und auch das Laufen konnte im Trockenen stattfinden. Auch hier galt es drei Runden zurückzulegen, und der Parcours war flach, aber dennoch abwechslungsreich. Ausserdem mischten sich immer mehr Leute aus anderen Distanzen unter die Läuferschar, sodass stets Konzentration gefordert war. Auf jeden Fall wurde es nie langweilig, und bald war der letzte Meter erreicht.
Im Ziel hiess es warme Kleider fassen, warmes Festzelt aufsuchen und nach einer Weile warm duschen. Im Hotel Schiff war dies kein Problem, da keine neuen Gäste ankamen.
René und ich hatten den Plausch, trotz den verkürzten Distanzen. Bei Sonnenschein wird das Vergnügen definitiv noch gesteigert und man versteht, warum diese Gegend so viele Touristen anlockt. Wie gross wird die Tristar-Delegation nächstes Jahr sein?