Ironman St. George aus den USA 

Anfangs gleich das Wichtigste:

  

 

 

Corina schafft mit dem 3. AK-Platz (280 Overall) die direkte Quali für Hawaii!!!!

Rennbericht vom Ironman St. George in Bundesstaat Utah:


Gestartet wurde das Rennen im wunderschön gelegenen Sand Hollow Reservoir auf etwa 1300m- Meereshöhe. Die Morgentemperaturen lagen bei etwa 8 Grad Celsius, doch fühlte es sich viel kälter an, da schon ein zügiger Wind blies, welcher uns während des ganzen Rennens begleitete. Die Wassertemperatur war weniger erfreulich und minderte etwas die Vorfreude auf den Wettkampf.

Die lag nämlich bei 14 Grad Celsius (56 Fahrenheit) und die Strecke
wurde von den Organisatoren nicht verkürzt!! Wie sich nachher herausstellte, mussten etwa 40 Athleten bereits während des Schwimmens wegen Unterkühlung aus dem Rennen genommen werden. Corina und ich konnten aber durchschwimmen, Corina in
1:07:00 und ich in 1:00:00, hatten aber beide nach dem Schwimmen fast kein Gefühl mehr in den Händen und Füssen, was das Umziehen und die ersten beiden Radstunden erschwerten.

 

Nach dem ersten Wechsel fuhren wir mit dem Rad mit etwas Rückenwind Richtung St. George, wo es ab ca. Km 38 auf 2 Radrunden ging (Radstrecke von der Art her wie beim Ironman Frankfurt). Nur glich die Topographie eher dem Ironman Lanzarote, es hatte nämlich etwa 2200 Höhenmeter mit mehrheitlich rauem Asphalt zu bewältigen und wir hatten auf den Bergaufpassagen enormen Gegenwind, bergab dann schönen Rückenwind.

Umgekehrt wäre mir lieber gewesen. Nach etwa 37 km knallte dann mein Vorderrad, wobei ich schnell festgestellt habe, dass ich einen Plattfuss eingefangen habe. Leider ging der Schlauchwechsel nicht so schnell wie erhofft von statten, da sich beim Aufpumpen mit der Druckluftpatrone zweimal das Ventil löste, wobei ich dann das Rad mit der Handpumpe mit Luft füllen musste.

 Dies erforderte anschließend auch noch einen Stopp beim nächsten
Verpflegungsstand, um das Rad noch ganz und hart aufzupumpen. Allesinallem kostete mich das glatte 12 Minuten. Was mich am Schluss vermutlich die Quali für Hawaii kostete. Schade war nur, dass ich zu diesem Zeitpunkt mit dem Rad in die Top 30 Ränge gefahren war. Mit etwas Frust fuhr ich dann wieder los und machte wieder einige der verlorenen Plätze gut.

Mit einer eher langsamen Radzeit von 5:41 (eigentlich 5:29, was die harte Strecke widerspiegelt) kam ich doch noch als Overall 44. in die Wechselzone.

Corina hatte aufgrund der kalten Beine auf den ersten 90 Km noch Probleme, fing sich
dann aber auf der 2. Radrunde. Sie kam schließlich mit einer Radzeit von 6:17 als 222. von allen Teilnehmern!!! in die Wechselzone.

Beim anschließenden Lauf quälte sich Corina bei den 800 Höhenmeter-Marathon mit etlichen Beinkrämpfen aber super durch, wobei sie auf den 3. Altersklassen-Platz lief, so las sie doch einen auf der Radstrecke gelesenen Spruch ''Pain ist temporary, pride forever'', der sie immer wieder zum Weitermachen überredete. Es schaute ja auch was heraus, eine Trophäe und der direkte Qualiplatz für Hawaii.

 

Was einmal mehr zeigt, dass das Rennen erst im Ziel entschieden ist. Ich hatte einmal mehr das gleiche Problem, ich hatte auf der Radstrecke zu wenig getrunken (lag wohl
an der Aufholjagd) und büste dies mit Übelkeit und Schwindel auf der Laufstrecke, was mich zu etlichen Laufpausen zwang.

 

Schlussendlich schaute aber doch noch der 80. Platz Overall und der 20. Altersklassen-Platz heraus. Mit dem bin ich eigentlich sehr zufrieden, wenn man bedenkt, dass von etwa 2300 gestarteten Athleten, lediglich rund 1600 das Ziel erreichten, wow, ein wirklich hartes Rennen!! Wir haben auch noch nie so viele Athleten auf dem Marathon laufen gehen
sehen, was die eigenen Laufpausen auch etwas erträglicher machten.
Anbei noch unsere Finisher-Zeiten: 

 

Corina 12:13 und ich 11:04.

 

Es war ein sehr hartes, aber wunderschönes Rennen!!  Man musste es sich aber schon verdienen.
Nun geht es noch auf eine 3wöchige Westamerika-Rundreise, wo wir sicher einiges erleben und hoffentlich in Las Vegas nicht allzu viel Geld verspielen.

Viele Grüsse und bis bald Corina und Thomas